BARHUFBEARBEITUNG

Die Barhufbearbeitung nach DHG (auch bekannt als Huforthopädie) ist keine ärztliche Tätigkeit, es bezeichnet die hochqualifizierte Ausbildung zum Barhufbearbeiter bei dem Ausbildungsinstitut “Deutsche Huforthopädische Gesellschaft e.V.”, bei der ich meine Ausbildung erfolgreich absolviert habe.

Mehr Infos zu meiner Ausbildung und zur Arbeit der DHG erhalten Sie unter:

www.dhgev.de

https://www.dhgev.de/huforthopaedie/

Das sollten Sie wissen!

Lahmheiten stehen an erster Stelle der Erkrankungen des Pferdes. 90% davon haben dabei ihre Ursache im Huf (MüLLER 1999: 43).*

Hufsituationen wie

  • Verbogene Huf-/Zehenwände
  • Einblutungen, Risse, Spalten
  • Unterschiebende Trachten
  • Zwanghufe, Strahlfäule
  • Fäulnis und/oder Ausbrüche im Tragrand
  • Abszesse, Hufgeschwüre *
  • Huf”krebs” *
  • Hufrehe *
  • Hufrollenprobleme *
  • u.v.m.

*TA-Indikation

lassen sich oft durch die Optimierung der Hufsituation beseitigen**  bzw. von Haus aus durch eine für das jeweilige Pferd angepasste und vorausschauende Hufbearbeitung verhindern!

Diese Symptome sind nicht immer die Folge von Haltung, Fütterung, Stoffwechsel oder Erschütterungen durch anschlagen sondern ganz häufig sind es die Folgen einer ungünstigen Hufsituation, welche wiederum durch unpassende Hufbearbeitung entstehen.

**falls nicht bereits eine chronische Degeneration vorliegt, aber auch dann lässt sich oft noch einiges verbessern

Dazu ein Beispiel: Strahlfäule ist eine der häufigsten Hufhorndegeneration (die nicht sein muss und auch nicht sein sollte!). Aus einer starken Strahlfäule kann sich der sogenannte Hufkrebs (in diesem Fall dann eine Folge von Quetschungen der Lederhaut durch eine Zwanghufsituation entstanden). Wenn diese Zwanghufsituation nicht behoben wird kann sich daraus eine Wundheilungsstörung – auch Hufkrebs genannt – entwickeln.

Dieses (und viel mehr) Wissen im Hintergrund, gekoppelt mit dem Vorsatz dem Pferd stets ein gutes Laufverhalten durch gesunde und funktionstüchtige Hufe zu ermöglichen ist die Grundlage und das Ziel bei der Hufbearbeitung nach DHG.

 

Aussagen wie z. B.:

  • “Der Huf ist eben so!” oder
  • “Da kann man nichts machen!”

sollten Sie deshalb nicht einfach so hinnehmen!!!


Auch Aussagen wie:

“Das Pferd kann ohne Eisen nicht laufen.”

sollten zum Nachdenken anregen!!! Denn:

Alle Dinge entstehen aus einer Ursache…

Für einen gesunden Huf ist Barhuf kein Problem sondern ganz natürlich.

Natürlich und glücklicherweise zeigt ein unbeschlagenes Pferd dem Reiter deutlicher, dass er rücksichtsvoll mit der Hufgesundheit umzugehen hat als ein beschlagenes, da es seine Füße besser spürt!!!

 

Leider kann ich selbst aus gesundheitlichen Gründen nur noch sehr begrenzt Hufbearbeitung anbieten. Aber in meinen Kursen lernen Sie worauf Sie dringend bei der Hufbetrachtung und bei der  Hufbearbeitung achten müssen um ein gesundes Barhufpferd zu haben! Zudem bin ich Ihnen gerne bei der Suche des passenden Hufbearbeiters behilflich, sodass Sie und Ihr Pferd in guten Händen sind!

Lt. §12 des Österreichischen TÄG darf ich als Nicht-Veterenärmedizinerin in Österreich keine Behandlungen am kranken Tier vornehmen. Die Diagnosestellung, Therapieerstellung und die therapeutische Behandlung obliegt in Österreich einzig dem Tierarzt. Allerdings darf ich mit meiner Hufbearbeitung dazu beitragen, dass Ihr Pferd auf möglichst bequemen, funktionsfähigen und gesunden Hufen laufen kann!

 

Bei den Bildern handelt es sich um vorher (oben) und nachher (unten) Fotos.

So entspannt muss ein Pferd bei der Hufbearbeitung sein… 😉

Was ist die Barhufbearbeitung nach DHG?

Die Bearbeitung nach DHG ist die Barhufbearbeitung von Pferde- und Eselhufen , die durch die Planung und Steuerung des Hornabriebes eine gesunde und tragfähige Hornkapsel herstellt bzw. erhält. Die Ausbildung zum Barhufbearbeiter nach DHG wird in Deutschland angeboten und dauert 2 Jahre.

Ziel dieser Barhufbearbeitung ist die Beseitigung aller Hebel und Spannungen im Huf, die zu einem Schaden der Hornkapsel und der inneren Strukturen führen können und die Herstellung bzw. Aufrechterhaltung einer gesunden Hufsituation.

Der grundsätzliche (und wichtige) Unterschied dieser Methode zu allen anderen Hufbearbeitungsmethoden besteht darin, dass die Verbesserung des Hufzustandes nicht nachträglich und durch eine abrupte Stellungsänderung erreicht wird (was den Gelenken, Sehnen, Bändern und Knochen auf Dauer schaden kann) sondern sie unterstützt die Hufe des Pferdes durch Zuhilfenahme und Ausnutzung der natürlichen Formkräfte (Bodengegendruck und Abrieb) bei der Entstehung einer gesunden und bequemen Hufform. Eine regelmäßige Bearbeitung lässt also die Hufe gar nicht mehr ungünstig verformen.

Mehr dazu erfahren Sie hier: https://www.dhgev.de/huforthopaedie/

 

Wie funktioniert DIESE Barhufbearbeitung?

Diese Bearbeitungsform orientiert sich im Gegensatz zu anderen Bearbeitungsweisen nicht an einer bestimmten Hufbearbeitungstheorie oder einer vorgegebenen Idealform des Hufes, sondern an DER Idealform eines jeden einzelnen Hufes (und Beines und Pferdes).

Die Bodenbedingungen, Haltung, Nutzung, das individuelle Gangbild, der Körperbau, die Knochensäule u.s.w. tragen maßgeblich zur Formung der Hufe bei. Deshalb haben die Hufe eines jeden Pferdes ihre ganz eigene charakteristische Form. All diese Phänomene bezieht diese Bearbeitungsweise in ihre Arbeit mit ein. Die Berücksichtigung dieser Hintergründe und die Gebrauchsspuren am jeweiligen Huf führen dann zu den notwendigen Bearbeitungsschritten.*

Die Hufe unserer Pferde und Esel sind tagtäglich den naturgegebenen Formkräften Bodengegendruck und Abrieb ausgesetzt. Diese Kräfte formen den Huf. (Sie können ihn aber auch verformen).

Zur Erläuterung: Oft sieht man z. B. so eine ungünstige Verformung wenn sich das Pferd zwischen den Bearbeitungsintervallen den Huf einseitig schief läuft. Dies geschieht durch die einseitige Mehrbelastung einer Hufhälfte.

Im Regelfall wird der Huf hier bei jeder Hufbearbeitung durch einseitiges Kürzen der längeren Hufhälfte wieder gerade gestellt (gerichtet). Zudem sind auch noch die Bearbeitungsabstände zu lang, denn man richtet oft erst wenn es “schon nicht mehr schön” ist. Durch diese immer wiederkehrende abrupte Stellungsänderung wird der Pferdegliedmaße einiges zugemutet. Die inneren Strukturen erfahren dadurch jedesmal Stress durch die Umstellung (weshalb nach der Hufbearbeitung auch immer wieder zu ein paar Tagen Stehpause geraten wird). Ich bin der Meinung, das kann auf Dauer nicht gesund für die Gliedmaßen sein (je länger die Bearbeitungsabstände umso ungünstiger).

Der Unterschied:
Im Gegensatz zu den beschriebenen herkömmlichen Hufbearbeitungsmethoden, macht sich die Barhufbearbeitung nach DHG diese formgebenden Kräfte zu Nutze indem der Bodengegendruck genutzt und der Abrieb gezielt gesteuert wird. Diese Bearbeitung lässt die Hufe also erst gar nicht mehr so schief werden. Das Pferd wird dabei unterstützt sich allmählich die für sich bestmögliche Hufform hinlaufen. Jede notwendige Veränderung der Hufsituation passiert langsam und schonend für sämtliche inneren Strukturen!
Mehr dazu erfahren Sie hier: https://www.dhgev.de/huforthopaedie/

Wann ist diese Barhufbearbeitung anwendbar?

Da die planmäßige Steuerung des Hornabriebs und die gezielte Ausnutzung des Bodengegendrucks hier in die Bearbeitung mit einbezogen werden, können nur Tiere ohne dauerhaften Hufschutz (Eisen- oder Kunststoffbeschlag, Klebeschuh) von dieser Bearbeitungsmethode profitieren.*

 

Sie haben sich entschieden Ihr Pferd auf barhuf umzustellen?

Dann denken Sie bitte daran, nicht nur eine professionelle Hufbearbeitung sondern auch die Rücksichtnahme in der nun folgenden Umstellungsphase tragen hier wesentlich zum Erfolg der Umstellung bei. Ihr Pferd wird jetzt nämlich endlich wieder den Boden unter seinen Füßen fühlen.

Was bedeutet also fühlig?

Wie das Wort schon sagt, Ihr Pferd FÜHLT wieder den Boden unter seinen Füßen. Durch dieses Fühlen passt es wieder selbst auf seine Füße auf! Dadurch schont es seine Gelenke, Bänder und Sehnen!

Natürlich gibt es auch die Ausnahmen, in denen ein Pferd wirklich nicht barhuf laufen kann (z. B. bestimmte Krankheitsbilder, längere Wanderritte) welche einen (vorübergehenden) fixen Hufschutz nötig machen. Dann sollte man nach einer Lösung suchen. Eisenbeschläge sind aber auch hier nur eine Möglichkeit. Eine gute Alternative sind z. B. Hufschuhe oder auch mal ein Kunststoff(klebe)beschlag.

 

Für alle weiteren Infos kontaktieren Sie mich telefonisch oder per E-Mail.

Mail to: office@beatestifter.at

Tel: 0043 (0)664 75131639

 

Bei Bedarf ist der Huforthopäde nach DHG (Barhufbearbeiter) zu jeder Zeit bestrebt MIT dem Tierarzt, Ostheopat, Physiotherapeuten, Tierheilpraktiker, Hufschmied etc. zusammen zu arbeiten!

§ 12 TÄG: Befund, Diagnose, Untersuchung und therapeutische Behandlung des kranken Tieres nur durch den Tierarzt! Ich arbeite mit der Gesundheit des Tieres und dem Ziel diese zu erhalten. 

* Zitatverweis: Homepage DHG.eV